Bereits in den 90er Jahren begann mein Vater Anton mit der Herstellung seines einzigartigen Rhöner Whiskys – ganz bewusst ganz anders als es die Schotten so machen. Nämlich ausschließlich aus selbst gewonnenem Weizen und etwas Malz, gelagert in Rhön- und Spessarteichenfässern von der Büttner Aßmann (einer der letzten sieben Ausbildungsbetriebe für das Fassmacherhandwerk in ganz Deutschland). Nun sind unsere Mengen ja bekanntlicherweise limitiert und der Whisky regelmäßig viel zu schnell ausgetrunken. Und doch haben wir es endlich einmal geschafft, ein Fässchen auch mal länger liegen zu lassen… der erste 10-jährige Original Rhöner Whisky kommt also aus seinem 100-Liter-Fässchen. Etwa 70 Liter waren noch darin (da haben die Engel echt 30 Liter für sich gefordert!).
Abgefüllt wurden nun 212 Flaschen mit 42 % vol.
Der Weinbrand wiederum hat seinen Ursprung in Hammelburg, der ältesten Weinstadt Frankens, etwa 10 km von uns gelegen. Dort pflegen noch einige Winzerfamilien in viel Handarbeit ihre Steilhänge und verarbeiten die feinen Reben zu erstklassigen und hochprämierten Weinen. Seit vielen Jahren schon haben wir eine treue Verbindung zur Familie Müller, und so kam es 2014, dass ich Florian Müller um etwas Wein bat, und zwar um einen besonderen: ein junger Wein sollte es sein, den er gerade erst ausgebaut hatte. (Denn um ehrlich zu sein: oftmals werden in der Brennerei nur noch die Weine verarbeitet, die schon alt und überschüssig sind und die keine Trinker finden – aber solche Weine machen Müllers ja garnicht. Die sind jedes Jahr ja selbst ausverkauft…) Und so kam ich also zu einem Müller Thurgau und zu einem Regent. Gebrannt. Eingelagert. Zunächst im Rhöneichenfass vom Aßmann, dann im Barrique-Eichenfass von Müllers, in dem vorher eine rassige Domina (ein kräftiger fränkischer Rotwein) lag. Und nun? Raus damit! Der erste und einzigartige Rhöner Weinbrand. Meine Muse.
408 Flaschen hat sie ergeben.

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